Bericht


Berichte vom und über das Laufen

Drei Fragen, die uns Läufer beschäftigen:

1. Warum muss ich mich beim Ausdauersport nach meinem Puls richten?

Wer regelmäßig Ausdauersport (Laufen, Walken, Radfahren usw.) betreibt, muss sicher gehen, dass er sich nicht überfordert, oder, was beim Walken leicht möglich ist, sich nicht unterfordert. Eine Möglichkeit, unsere Leistung und damit unseren Aufwand zu messen, ist das Training mittels Pulskontrollmethode. Je anstrengender eine Belastung ist, desto höher ist unser Puls. Diese einfache Feststellung zeigt, dass Puls und Leistung miteinander zusammenhängen. Damit wir gesunden Sport betreiben und uns nicht verschleißen, müssen wir wissen, welches die richtige Belastung für uns ist.

2. Welcher Puls ist beim Laufen der richtige?

Das Pulsverhalten ist bei den Menschen so unter schiedlich wie ihre Haar- oder Augenfarbe. Wenn wir also sagen würden: Wir trainieren alle bei Puls 130, wäre das so, als würden wir alle mit Laufschuhen der Größe 41 joggen. Einigen Läufern würden diese Schuhe zu groß sein, anderen zu klein und wieder anderen würden sie genau passen.

Eine andere Formel heißt: 220 minus Lebensalter und davon 65%, das Ergebnis wäre der Pulswert für den Gesundheitssport. Hier wird zwar das Alter berücksichtigt, trotzdem ist die Formel viel zu ungenau, weil jeder Kreislauf anders auf das Alter werden reagiert.

Eine gute Methode ist die Höchstpulsmessung. Dabei wird eine sportliche Belastung bis zur Erschöpfung betrieben. Der Puls, der dabei erreicht wird, dient als Grundlage der Berechnung. Beispiel: Erreichter Pulswert 185, davon 65% = 120. Dies wäre dann der Ausdauerpuls für den Gesundheitssport.

Die Höchstpulsmessung kann man entweder allein, oder, was besser ist, mit einem Trainer durchführen. Hat man das 30. Lebensjahr überschritten, sollte man sie unter ärztlicher Kontrolle vornehmen.

Wer es ganz genau wissen will, oder muss, weil er größere sportliche Ziele anvisiert, sollte die Laktatmessung bevorzugen. Hierbei werden Puls und Energieverbrauch in Beziehung gesetzt.

3. Wie teilt man verschiedene Trainingsbereiche ein?

a)         Erholungspuls   unter 60 % des Höchstpulses dieser Bereich ist kein kreislaufaktiver Trainingsbereich, sondern eher aktive Erholung, z. B. sehr langsamer Lauf am Tag nach einem harten Wettkampf

b)         Intensitätsbereich I (Grundlagenausdauer 1) 60 – 70% des HP langsamer Dauerlauf Bereich des Gesundheitssports, Trainingsdauer bis zu drei Stunden und mehr

c)         Intensitätsbereich II (Grundlagenausdauer 11)70 – 80% des HP zügiger Dauerlauf gelegentlich ins Training einbauen, etwa alle 4-5 Trainingseinheiten, Dauer bis zu zwei Stunden

d)         Intensitätsbereich III 80 – 90% des HP harte Trainingseinheit, hat im Gesundheitssport nichts zu suchen, Intervalltraining, Fahrtspiel, schneller Dauerlauf Dauer bis zu einer Stunde

e)         Intensitätsbereich IV 90 % bis HP härteste Intervalle, kurze Wettkämpfe oder Endspurtphase, Dauer: Sekunden bis wenige Minuten, ebenfalls nichts für den reinen Gesundheitssport

Wolf-Peter Weinert

Gesundheitssport heißt: 3x pro Woche 45 – 60 Minuten im Intensitätsbereich 1 trainieren!!!

Acht Inseln in acht Tagen

Im vorigen Jahr stand in meinem Laufkalender ein besonderer Leckerbissen. Der 3.Nordseelauf. Die reizvollen Strecken, die zwischen 6 km und 13 km lagen, führte in diesem Jahr über alle sieben ostfriesischen Inseln und die Hamburger Watteninsel Neuwerk. Der Lauf eignete sich für Freizeitläufer und ambitionierte Wettkampfläufer. Ein einmaliges Erlebnis für jeden Sportler, Naturliebhaber und Inselfan.

Die Veranstaltung wurde von der Landeskirche und der Nordsee GmbH durchgeführt. Jedes Jahr hat die Veranstaltung ein anderes Motto. Im Jahr 2004 hieß es:

Mach nicht halt Lauf gegen Gewalt! Der Lauf umfasst neun Einzeletappen, die als komplette Tour oder auch in Einzeletappen absolviert werden können. Ich meldete mich mit mehr als 175 Läufer für die gesamte Tour über die Inseln Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge und Neuwerk an. Dazu kamen noch einige Etappenläufer und Tagesläufer, die auf den Inseln Urlaub machten, so dass an manchen Starts 500 Leute teilnahmen.

Der erste Startschuss, den unser Maskottchen gab, fiel auf dem Festland im malerischen ostfriesischen Städtchen Norden- Norddeich. Die richtige Einstimmung für das „Inselhopping“, denn Juist und Norderney hatten wir auf dem Rundkurs bereits fest im Blick. Dorthin ging es am nächsten Tag. Mittags liefen wir auf der Insel Juist und am späten Nachmittag auf Norderney. Die Starts waren von den Gezeiten abhängig. An einem Tag kamen wir am späten Abend in unserer Unterkunft, die in Esens-Bensersiel war, an und am nächsten Morgen legte die Fähre bereits um 7:30 Uhr ab. Das Orga-Team war immer mit uns auf der gleichen Fähre. Nach der Ankunft musste der Start- und Zielbogen aufgebaut, die Zeitmesseinrichtung installiert und Bandenwerbung angebracht werden. Diese Zeit bis zum Start nutzten wir, um die Insel kennen zu lernen oder einfach zum relaxen. Die Laufstrecken auf den Inseln wurden von den örtlichen Sportvereinen festgelegt. Dadurch mussten wir auf sehr unterschiedlichem Untergrund laufen, vom knöcheltiefem Sand über Verbundsteine und Asphalt bis zum unbefestigten Wirtschaftsweg war alles vertreten. Schnell hatten sich Gruppen und Grüppchen gebildet, die meist in einer Unterkunft oder zumindest in der Nähe untergebracht waren. In unserer Gruppe waren wir 9 Leute. Von der absoluten Anfängerin bis zum mehrfachen Marathon- und Ultraläufer war alles vertreten. Es hat Spaß gemacht, Trainingspläne und Erfahrungen aus zutauschen. Abends saßen wir nach dem Essen bei einer Apfelschorle oder Bier zusammen und klönten. Es kamen fast alle aus dem norddeutschen Raum. Einige der Teilnehmer sahen das Ganze verbissen als Wettkampf an. Andere wiederum sahen es als Aktivurlaub. Jedenfalls hatten alle ihren Spaß. So vergingen die Tage und die Etappen.

Ein Erlebnis der besonderen Art war auch die Schlussetappe von der Insel Neuwerk nach Cuxhaven. Morgens wurden wir mit dem Schiff zur Insel hinüber gefahren. Das Schiff war bis zum letzten Platz restlos ausgebucht. Über 500 Leute hatten sich für diesen einzigartigen Lauf an gemeldet. Welcher Läufer findet wohl sonst die Gelegenheit, barfuß oder auch in Laufschuhen, direkt auf dem Meeresboden seinen Wettkampf zu absolvieren. Um 14:00 Uhr sollte der Start sein. Die Wattwagen mit unseren Sachen waren bereits unterwegs. Ein sehr starker Nordwestwind ließ aber die Priele nicht leer laufen. Wir konnten noch nicht starten. So suchten wir uns windgeschützte Ecken und Winkel, um nicht zu sehr auszukühlen. Schließlich starteten wir mit eineinhalbstündiger Verspätung von Neuwerk. Trotzdem waren einige Priele noch knietief. Einige liefen zu schnell in die Priele und stürzten. Nach 12 km war Cuxhaven erreicht. Wir wurden mit großem Applaus empfangen. Jeder war ein Sieger. Nachdem alle Teilnehmer in Cuxhaven ihre Etappe beendet hatten, fand eine große Abschlussparty statt. Etappensieger wurden ja täglich geehrt, nun aber wurden der Gesamtsieger bzw. die Gesamtsiegerin bekannt gegeben.

So liefen wir in dieser Woche locker 93 km, eine ganz normale Trainingswoche mit Wettkampfcharakter. Es hat Spaß gemacht und ich werde in diesem Jahr wieder an der Veranstaltung teilnehmen.

Manfred Gordon

Wahnsinnspreis für Schulklassen ab dem 7. Schuljahr

Bei der Schulklassenwertung ändert sich dieses Jahr nichts. Wie in den Vorjahren wird für jeden Klassenjahrgang bis Klasse 6 ein Gewinner ( 50,00 Euro für die Klassenkasse) ermittelt. Die größte Kindergartengruppe erhält wieder 25,00 Euro. Nur der Sonderpreis für den größten Klassenverband ab dem 7. Schuljahr ist diesmal der helle Wahnsinn und in dieser Form einmalig!! Die gesamte Siegerklasse darf kostenlos den TreeTrek – Waldkletterpfad in Bad Bevensen benutzen!

Der normale Eintrittspreis für Schüler betragt 13,00 Euro, dies zeigt welch einen Wert dieser Preis hat. Erwachsene Aufsichtspersonen sind allerdings nicht im Preis eingeschlossen.

Bei diesem reizvollen Preis wird sicherlich ein harter Wettbewerb in den Jahrgangsstufen ab Klasse 7 entstehen. Nur wer mitmacht kann gewinnen.

Bitte beachtet auch die Anzeige von TreeTrek, die diesen tollen Sonderpreis gesponsert haben.